Wir schauen ins neue Jahr und freuen uns unbändig auf die viertägige Radtour 2026 wieder über Fronleichnam: Die "Allgäu-Oberschwaben-Tour". Diese Tour hat durchaus das Potenzial ein sensationelles Erlebnis zu werden.
Der Name ist kurz und griffig. Um der Sache allerdings einigermaßen gerecht zu werden, müsste die Tour eigentlich wie folgt heißen: Die "Bregenzerwald-NaturparkNagelfluh-Allgäu-Oberschwaben-Bodensee-Hochrhein-Tour".
Und das soll in vier Tage passen? Tut es! Die terminlichen Daten der Tour 2026 sind folgende: Donnerstag, 4. Juni 2026 (Fronleichnam) bis Sonntag, 7. Juni 2026.
Wir fahren mit dem Bus und dem Radanhänger über Winterthur und Dornbirn in den Bregenzerwald zum Startort Hittisau auf rund 800m. Soweit der Plan. Das mit dem Radtransport wird möglicherweise eine der spannendsten Geschichten dieser Tourvorbereitung. Weil: Unsere Radanhänger der beiden letzten Jahre sind nicht mehr verfügbar. Wir dürfen wieder mal zaubern. Hat jemand eine Idee?
Überblick
Es geht also nach Österreich. In den Bregenzerwald. Aber nur kurz. Dann sind wir auch schon im riesigen "Naturpark Nagelfluhkette" unterwegs Richtung Allgäu. Der Naturpark begleitet uns bis Oberstdorf und noch viel, viel weiter.
Von Oberstdorf bis Memmingen folgen wir auf teilweise welligem Terrain dem Iller-Radweg. Hinter Memmingen überqueren wir am dritten Tag die Iller Richtung Westen, verlassen Bayern und fahren durch Oberschwaben wieder in Baden-Württemberg. Erstmal bis Meersburg, vielleicht auch noch mit dem Schiff bis Konstanz.
Die vierte und letzte Etappe führt uns durch die Kantone Thurgau/CH und Schaffhausen bis an den Hochrhein. Wird wieder oberspannend. Die Strecke ist mit insgesamt ca. 337 km und exakt 3000 Höhenmeter ausgeschrieben. Nicht kurz, aber griffig und machbar.
Donnerstag, 04.06.2026 (Fronleichnam) - Hittisau - Oberstdorf - Kempten - 81 Km
Wir starten mit dem Bus und der Anfahrt nach Hittisau im Bregenzerwald am Donnerstagmorgen (6:00 Uhr) in Lauchringen bzw. Waldshut. Der Weg mit dem Bus führt uns auf der Autobahn via Winterthur, St. Gallen, Dornbirn bis eben in den Bregenzerwald nach Hittisau auf rund 800 m.ü.M. Da sparen wir uns einiges an Auffahrt aber Achtung: Wir kommen in die Allgäuer Alpen. Das ist keine Flachetappe.
Insgesamt fahren wir am Donnerstag 81 Km. Wir gewinnen 720 Höhenmeter nach oben und verlieren 850 Hm bergab. In der Summe fahren wir mehr bergab. Höchster Punkt liegt bei 1120m, was auch gleichzeitig der höchste Punkt der ganzen vier Tage ist.
Wir starten in Hittisau im Bregenzerwald durchforsten den riesigen "Naturpark Nagelfluhkette" bis Oberstdorf. Dort gönnen wir uns evtl. die Breitachklamm und/oder die Skisprungschanze, bevor es auf dem Iller-Radweg weitergeht über Sonthofen und Immenstadt im Allgäu, vobei am markanten Grünten bis zum ersten Etappenziel in Kempten. Wie schon beschrieben: In Oberstdorf steigen wir um auf den Iller-Radweg, auf dem wir uns 2 Tage austoben dürfen.
Wir fahren in Flussrichtung, was vermuten lässt, dass es in der Summe bergab geht. Und in der Tat haben wir in Oberstdorf nach 35 Km fast alle Höhenmeter für den ersten Tag absolviert und fahren die 45 Kilometer bis Kempten relativ entspannt im Tal der Allgäuer Bergwelt umher. Wichtiger Hinweis: Im Allgäu darf man wettertechnisch immer auf alle Elemente vorbereitet sein.
Freitag, 05.06.2026 - Kempten bis Memmingen - 68 Km
Tag 2: Die 68 Tageskilometer scheinen überschaubar. Wir haben den ganzen Tag zwar wellige Abschnitte, die uns ingesamt 690 Höhenmeter bescheren werden, nicht übertrieben. Es gibt einiges zu sehen und auszusitzen. Z.B. die Biergärten in Altusried, Kronburg oder Ottobeuren, unter anderem auch deshalb die begrenzte Kilometerzahl.
Klar der Iller-Radweg, wir fahren durch Altusried, wo wir vielleicht Kommisar Kluftinger sehen (wahrscheinlich eher nicht), dafür streben wir einen Stop an im bayerischen Biergarten zum Bären. Ausgiebige Mittagspause könnte es geben im Biergarten der Brauerei Kronburg. Der Biergarten im kleinen Ort mit gefühlt 12 Häusern und eigener Brauerei wirbt mit 300 Sitzplätzen, da sollten doch zwei Festbank-Garnituren für uns dabei sein. Danach geht es weiter zum zweitletzten Highlight:
Dem Kloster Ottobeuren, der größten barocken Klosteranlage in Deutschland. Sehr beeindruckend, wirklich. Je nach Wetterlage lädt uns auch dort der ansprechende hiesige Marktplatz ein zu einer weiteren Erfrischung unter den mächtigen Türmen der Basilika. Jetzt sind es noch die letzten 12 Kilometer bis zum letzten Highlight des Tages: Der Zielort in Memmingen, wo uns ganz sicher ein zünftiger Abend erwarten wird. Neben auffallend etlichen Eisdielen und Optikerbetrieben gibt es auch eine ansprechende Anzahl von Gastronomiebetrieben in der durchaus geräumigen Altstadt.
Samstag, 06.06.2026 - Memmingen bis Meersburg - 115 Km (Königsetappe)
Aufgepasst am Tag 3! Am Samstagmorgen werden ganz andere Saiten aufgezogen. Wir starten früh in diese Königsetappe durch Oberschwaben. 115 Km und 850 Höhenmeter erwarten uns, hoppla! Beides Höchstwerte der diesjährigen Tour.
Wir starten nochmals an der Iller, überqueren und verlassen den Fluß Richtung Westen, fahren durch das Wurzacher Ried und Bad Wurzach, Weingarten, Ravensburg und Markdorf bis Meersburg, vielleicht noch mit der Fähre bis Konstanz. Bei dieser Distanz werden wir die 850 Hm eher nebenbei wegatmen und das Ganze als Flachetappe wahrnehmen mit exklusiven, kleinen Nadelstichen: sprich kurzen Rampen.
Sonntag, 07.06.2026 - Konstanz bis Lauchringen/Waldshut - 85 Km
Am Sonntag geht es zurück in die Heimat. Die Strecke von Konstanz an den Hochrhein kennen wir eigentlich zur genüge. Allerdings fahren wir nicht den bekannten Weg am Untersee entlang, sondern auf neuen Pfaden durch die Kantone Thurgau und Schaffhausen, passieren die Kartause Ittingen an der Thur, folgen weiter der Thur und queren diese auf unorthodoxe Weise, nämlich gehend und schiebend über eine Eisenbahnbrücke.
Via Andelfingen kommen wir zur Fähre Ellikon, mit der wir bei Lottstetten-Nack zurück in den Landkreis Waldshut kommen. Richtig: Die Fähre hatten wir schon einmal im Programm. Das war eine echt coole Sache. Über Rafz und Bühl - ACHTUNG: Rampenalarm - kommen wir zurück ins Klettgau und dann ist es auch nicht mehr weit bis zur "Ziellinie". Das werden nochmals 80, 85 Km sein bis Lauchringen bei 740 Höhenmetern. Ab Oberlauchringen könnte man für die letzten Meter auch die Regionalbahn zurück Richtung Waldshut genutzt werden, wenn man möchte.
Anmeldung
Wie gesagt: Die Tour hat das Zeug dazu, ein sensationeller Event zu werden! Anmeldungen werden ab sofort und rasch entgegegenommen. Wir gehen von 16 Teilnehmern aus. Letztjährige Teilnehmer der Tour 2025 (GrandBallon) haben Vorrang bei der Anmeldung bis zum 15. Januar 2026.
Als Anmeldung gilt die Einzahlung des 1. Teilbetrages und das Einzahlungsdatum bis zum Erreichen der maximalen Teilnehmerzahl.
Die Bankverbindungsdaten, der Betrag und weitere Details werden in einem separaten Beitrag angezeigt, der im geschützen Bereich abrufbar ist. Zugangsdaten lasse ich euch per WhatsApp zukommen.
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