Am vergangenen Sonntag hatten wir eine kürzere Tour geplant. Die Idee war, dass wir möglicherweise einige unserer Frauen dafür begeistern könnten und der eine oder andere Trainingsrückstand wollte noch aufgeholt werden.
Es sollte ein hochsommerlicher Tag werden und das gegen Ende Mai. Zwar konnten wir keinen weiblichen Zuspruch verzeichnen, sechs Mann für einen so kurzfristigen Termin war dennoch sehr positiv.
Kurz nach 10 starteten wir beim bekannten Treffpunkt in der Waldshuter Schmittenau und waren rasch in der Schweiz und am Klingnauer Stausee, den wir über den naheliegenden Radweg passierten. Hans war überrascht, ob des schönen, ihm unbekannten Weges und ob des angenehmen Schattens wegen, den die leichte Bewaldung spendete.
Nach dem Stausee wechselten wir die Seite des Zuflusses und fuhren weiter flach und entgegen der Flußrichtung der Aare. Jetzt auf Naturwegen bis die Kraftwerksanlagen bei Beznau erschienen. Jetzt war es vorbei mit dem flachen Einrollen. Dem Verlauf der Aare-Route Nr. 8 folgend wurde es nun recht wellig über Böttstein bis Villigen und Remigen.
Irgendwo zwischendrin machten wir einen Halt. Die ersten Waden wurden rot, nicht vor Anstrengung, die Verfärbung ließ auf einen drohenden Sonnenbrand schließen. Da hilft nur eincremen und by the way ergab sich auch noch das obligatorische Gruppenfoto.
Von links: Uli, Micky, Uwe, Achim, Martin und Hans.
Jetzt war es auch mit wellig vorbei. Der Weg hinauf zur Passhöhe auf 560 Meter war als Radweg ausgezeichnet führte allerdings entlang der normalen Straße mit schön abgeteilten Fahrradstreifen. Das ist halt schon gut gemacht in der Schweiz. Die pralle 11-Uhr-Sonne und die Steigungsprozente zwischen den Werten 6 bis 9 sorgten für eine gewisse Wärme nicht nur unterm Helm.
Auf dem Weg nach oben zwischen Remigen und Gansingen
Ja, das folgende durchaus lange und genussvolle Bergabfahren entgegen dem sommerlichen Fahrtwind war sehr angenehm, von erfrischend konnte allerdings nicht die Rede sein. Durch Gansingen fuhren wir nun. Der Ort ist keine 15 km von Waldshut entfernt, dennoch: Ich bin noch nie dort gewesen. Weiter unten das Mettauertal bis Etzgen war dann sehr wohl bekannt.
Uli, Uwe, Achim und Micky im Mettauer Tal.
Über Schwaderloch und die kleine Rheinbrücke kamen wir wieder zurück auf die deutsche Seite und fuhren zwischen dem Kanal und dem Altrhein bis zum Wasserkraftwerk bei Dogern.
Wie schon letztes Jahr hatten wir unserem Trainer Udo Gabele in Dogern einen kurzen Besuch abgestattet. Wir klingelten einfach mal und tatsächlich waren Herr und Frau Gabele zu Hause. Bei einem großen Hallo vor dem Eingang erfreuten wir uns alle am Wiedersehen. 87 Jahre ist der Udo inzwischen. Wir hatten einfach mal frech gefragt. Alle Gesichter hatte er nicht auf Anhieb erkannt. Wir sind halt auch älter geworden und unsere aktive Zeit mit Udo ist halt auch schon vierzig Jahre her. Ach was.
Von links: Martin, Hans, Achim, Inge, Uwe, Udo, Uli, Micky.
Der Weg führte weiter hoch nach Eschbach. Und von Dogern aus war das erst einmal harzig. Denn die Steigung über den Ziegelhüttenweg verlangte uns am Ortausgang erst einmal 18% an Steigung ab. Vorbei an der Ziegelhütte war auf dem Weg nach Eschbach leichte Erholung angesagt bevor es weiter hoch ging zum Eschbacher Wasserschloss. Nicht mehr so steil aber zum höchsten Punkt dieser Tour auf 580m. Tolle Aussicht über Waldshut, das Rheintal und die Schweiz.
Aussicht hoch auf den Haspler Feldern beim Eschbacher Wasserschloß.
Über die sonnigen Haspler Felder zogen wir Richtung Waldrand hinab in das Seltenbachtal, sahen das Pfingstcamp bei den Pfadfindern. Plötzlich war der Wald vorbei. Die uns bekannte Schmitzinger Straße führte zurück nach Waldshut mit einem Schlenker über den Sonnenrain, dem Wohnsitz unseres anderen Trainers, den wir heute im Visier hatten: Reinhard Zuber.
Auch hier waren Renate und Reinhard zu Hause. Überrascht, wer den hier wohl klingelte. Auch hier ein kurzes und großes Hallo und offenbar durchaus Freude über den unerwarteten Besuch.
Alte Freunde: Reinhard und Hans.
So, jetzt wurde es aber Zeit für den letzten Abschnitt. Uwe ist zu dieser Tourenzeit gerne etwas anfällig für den Unterzucker und einen Hungerast zu dieser Unzeit wollten wir uns nicht leisten. Vom Sonnenrain hinab zur Fähranlegestelle bei der Seltenbachmündung sind es tatsächlich 110 Höhenmeter, die man abgibt. Ganz ordentlich.
Vor dem oberen Tor gab es nochmals ein Gruppenbild. Einfach ein schönes Motiv in Waldshut, das obere Tor. Eine junge Dame, die des Weges kam, lehnte unsere Bitte, ein Bild von uns zu machen kurzerhand ab. Sie hätte einfach keine Zeit. Und das am Pfingstmontag. Sachen gibt´s. Die nächste Anfrage hatte einen deutlich freundlicheren Ausgang. Vielen Dank nochmals dafür, unbekannterweise.
Wir passierten das belebte Rheinufer rasch und ließen es uns im schattigen Biergarten beim Griechen noch etwas gut gehen, bevor sich jeder in seinen restlichen Feiertag verabschiedete. Schöne Tour mit insgesamt doch reichlich Höhenmetern und mindestens zwei freudigen Momenten, eher mehr.
Weitere Bilder
Zwischen Abbruck und Dogern, zwischen Kanal und Altrhein.
Achim und Micky bei Trainers in Dogern.
Uli und Uwe.
Hans beim Eschbacher Wasserschloß.
Teilnehmer
Uwe Bartram, Uli Rotziner, Michael Rotzinger, Joachim Stoll, Hans Krämer und Martin Ruppelt.
Tour in Komoot
Unsere Touren-Klassifikation = L+
"L+" steht heute für die Strecke von 55 Km bzw. 75 Km und rund 750 Hm.
| Interne Legende zur Tourengröße |
| S = bis 20 Kilometer | M = bis 50 Kilometer | L = bis 80 KM | XL = bis 110 KM | XXL = größer 110 KM |
| + = größer 500 Höhenmeter | ++ = größer 1000HM | +++ = größer 1500HM | ++++ = größer 2000HM |




